Forschungszulage bei deiner IHK: Alle Anlaufstellen in Deutschland

Deine IHK ist dein erster Ansprechpartner, wenn du wissen willst, ob dein Projekt für die Forschungszulage infrage kommt. 79 IHKs in 16 Bundesländern bieten Erstberatung, Veranstaltungen und Informationen zur steuerlichen Forschungsförderung. Hier findest du alle Anlaufstellen auf einen Blick.

Alle IHKs mit Forschungszulage-Informationen

Die folgende Liste enthält 79 IHKs in Deutschland. Bei vielen IHKs führt der Link direkt zur Forschungszulage-Seite, bei anderen zur allgemeinen Innovationsberatung. Die meisten Kammern bieten kostenlose Erstberatung zur steuerlichen Forschungsförderung an.

BW Baden-Württemberg (13 IHKs)
BY Bayern (9 IHKs)
BE Berlin (1 IHK)
BB Brandenburg (3 IHKs)
HB Bremen (1 IHK)
HH Hamburg (1 IHK)
HE Hessen (10 IHKs)
MV Mecklenburg-Vorpommern (3 IHKs)
NI Niedersachsen (7 IHKs)
NW Nordrhein-Westfalen (15 IHKs)
RP Rheinland-Pfalz (4 IHKs)
SL Saarland (1 IHK)
SN Sachsen (3 IHKs)
ST Sachsen-Anhalt (2 IHKs)
SH Schleswig-Holstein (3 IHKs)
TH Thüringen (3 IHKs)

Was die IHK für dich tun kann

Die IHK-Innovationsberater sind deine erste Anlaufstelle, wenn du mit der Forschungszulage noch keine Erfahrung hast. Sie helfen dir, den Prozess grundsätzlich zu verstehen:

  • Erstberatung: Du erfährst, ob dein Projekt grundsätzlich für die Forschungszulage infrage kommt und wie das zweistufige Antragsverfahren (BSFZ + Finanzamt) funktioniert.
  • Veranstaltungen: Viele IHKs bieten Webinare und Informationsveranstaltungen zur steuerlichen Forschungsförderung an, oft in Kooperation mit der BSFZ.
  • Fördermittel-Überblick: Neben der Forschungszulage kennen die IHK-Berater auch andere Förderprogramme wie ZIM, Innovationsgutscheine oder Landesprogramme und helfen bei der Einordnung.
  • Netzwerk: Die IHK kann dich an Forschungseinrichtungen, Technologietransferstellen oder spezialisierte Berater weitervermitteln.

Was die IHK nicht leisten kann

Die IHK-Beratung ist eine Orientierungshilfe, kein Rundum-Service. Für die eigentliche Antragserstellung brauchst du entweder viel Zeit oder professionelle Unterstützung:

IHK-Beratung

Orientierung, ob dein Projekt grundsätzlich förderfähig sein könnte. Hinweis auf das Antragsverfahren.

Professionelle Antragsbegleitung

Formulierung der BSFZ-Antragstexte (Neuartigkeit, Risiken, Planmäßigkeit), Arbeitsplan, Stundenzettel, Quellenverzeichnis, Einreichung, Rückfragen der BSFZ.

IHK-Beratung

Allgemeine Hinweise zum Fördersatz (25% bzw. 35% für KMU) und zur maximalen Bemessungsgrundlage.

Professionelle Antragsbegleitung

Individuelle Förderberechnung mit Stundensatz, Gemeinkostenpauschale, Stichtagen und gestaffelten Sätzen bei mehrjährigen Projekten.

IHK-Beratung

Kostenlos und neutral, aber zeitlich begrenzt (oft 30 bis 60 Minuten pro Beratungstermin).

Professionelle Antragsbegleitung

Begleitung vom Erstgespräch über die Antragserstellung bis zur Auszahlung. Inklusive Antwort auf BSFZ-Rückfragen und Hinweisen für die Steuererklärung.

Wie geht es nach dem IHK-Termin weiter?

Nach einer positiven IHK-Erstberatung folgt das zweistufige Antragsverfahren der Forschungszulage. Die IHK ist NICHT an diesem Verfahren beteiligt — sie ist reine Informationsstelle:

Schritt 1: BSFZ-Antrag (Bescheinigungsstelle Forschungszulage)

Der erste Antrag geht an die BSFZ. Diese prüft, ob dein Vorhaben als FuE im Sinne des FZulG anerkannt wird. Drei Kriterien entscheiden: Neuartigkeit (dein Projekt hebt sich vom Stand der Technik ab), technische Unwägbarkeit (der Erfolg ist unsicher) und Planmäßigkeit (systematisches, geplantes Vorgehen). Die Bearbeitung dauert in der Regel drei bis sechs Monate. Die Bewilligungsquote liegt bei etwa 70%.

Schritt 2: Finanzamt-Antrag

Mit der BSFZ-Bescheinigung reichst du den eigenständigen Antrag auf Forschungszulage beim Finanzamt als separates ELSTER-Formular ein (nicht als Anlage zur ESt-Erklärung). Das Finanzamt ist an die inhaltliche Entscheidung der BSFZ gebunden (Grundlagenbescheid nach § 171 Abs. 10 AO, BMF-Schreiben v. 07.02.2023 Rn. 23) und prüft nur noch die Kostenseite: Stundenzettel, Berechnung, KMU-Status, De-minimis-Grenze. Auszahlung erfolgt gebündelt mit der Einkommensteuer-Festsetzung — oft als Überschuss direkt aufs Konto bei Verlustjahren.

Typische Gesamt-Dauer: 9 bis 12 Monate

Von der IHK-Erstberatung bis zur Auszahlung vergehen realistisch 9 bis 12 Monate: 1 Monat Antragserstellung, 3 bis 6 Monate BSFZ-Bearbeitung, 2 bis 4 Monate Finanzamt-Bearbeitung. Wer rückwirkend beantragt (bis zu 4 Wirtschaftsjahre nach § 169 AO), bekommt die Zulage aus vergangenen Jahren gebündelt ausgezahlt — oft ein großer Brocken auf einmal.

Was du zum IHK-Termin mitbringen solltest

Damit der IHK-Termin effizient verläuft, bereite diese Unterlagen vor. Die IHK-Innovationsberater können nur sinnvoll helfen, wenn sie dein Projekt verstehen:

  • Projektbeschreibung (1 bis 2 Seiten): Was willst du entwickeln, welches Problem löst du, welche technische Unsicherheit besteht?
  • Stand der Technik: Kurze Übersicht, was der Markt bereits anbietet — und wo die Lücke ist, die dein Projekt schließt.
  • Grobzeitplan: Wann fing das Projekt an, wie lange läuft es voraussichtlich, welche Meilensteine hast du?
  • Aufwandsschätzung: Wie viele Stunden FuE pro Jahr, welche Personen oder Mitarbeiter beteiligt?
  • Rechtsform deines Unternehmens: Einzelunternehmen, GbR, GmbH, KG — für die beihilferechtliche Einordnung (De-minimis vs. AGVO) wichtig.
  • KMU-Status: Mitarbeiterzahl, Umsatz, Bilanzsumme — alle drei Kennzahlen entscheiden über KMU (35%) oder Nicht-KMU (25%).

Wer diese Punkte vorbereitet, erhält eine deutlich fundiertere Einschätzung. Ohne konkrete Projektbeschreibung kann die IHK nur allgemeine Informationen geben.

Kontext: Die FZulG-Reform 2026 macht die Zulage noch attraktiver

Die Forschungszulage wurde zum 01.01.2026 deutlich verbessert. Wer jetzt bei der IHK anfragt, profitiert von mehreren gesetzlichen Erleichterungen:

Parameter Bis 31.12.2025 Ab 01.01.2026
Stundensatz Eigenleistung (§ 3 Abs. 3) 70 EUR 100 EUR
Gemeinkostenpauschale (§ 3 Abs. 3b, neu) +20%
Bemessungsgrundlage-Cap (§ 3 Abs. 5) 10 Mio. EUR 12 Mio. EUR
Fördersatz KMU (§ 4 Abs. 1) 35% (seit 28.03.2024) 35% (unverändert)

Quelle: Forschungszulagengesetz-Änderungsgesetz (Geltung ab 01.01.2026). Die Gemeinkostenpauschale von 20% gilt NUR für Projekte, die ab 01.01.2026 beginnen. Bei rückwirkenden Altprojekten greift sie auch dann nicht, wenn Stunden nach 2026 geleistet werden. Details auf der Seite Eigenleistung.

Mein Angebot: Vom Erstgespräch bis zur Auszahlung

Die IHK-Beratung ist ein guter erster Schritt. Wenn du danach weißt, dass dein Projekt förderfähig sein könnte, übernehme ich den Rest: Ich formuliere deinen BSFZ-Antrag so, dass Neuartigkeit, technische Unwägbarkeit und Planmäßigkeit für die Gutachter klar erkennbar sind. Du konzentrierst dich auf dein Projekt, ich kümmere mich um den Antrag.

Kosten: 0 EUR upfront. 15% der ausgezahlten Forschungszulage als Erfolgshonorar. Wird nichts ausgezahlt, zahlst du nichts.

Das gilt für Selbständige, Freelancer, GbRs und andere Personengesellschaften. Auch rückwirkend bis zu vier Jahre möglich.

Kostenloser Fördercheck in 15 Minuten

Erzähl mir, woran du arbeitest. In 15 Minuten wissen wir, ob Förderung möglich ist und wie hoch sie ausfallen könnte.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Beratung bei der IHK zur Forschungszulage kostenlos?
Ja. Die IHK-Innovationsberatung ist für Mitgliedsunternehmen kostenlos. Da alle gewerblichen Unternehmen automatisch IHK-Mitglieder sind, hast du automatisch Zugang zur Beratung. Die Beratung ist in der Regel auf eine Erstorientierung begrenzt (30 bis 60 Minuten) und ersetzt keine professionelle Antragsbegleitung.
Reicht die IHK-Beratung aus, um den Antrag selbst zu stellen?
Die IHK gibt dir eine gute Orientierung, ob dein Projekt grundsätzlich förderfähig sein könnte. Für die eigentliche Antragstellung bei der BSFZ brauchst du allerdings detaillierte Antragstexte zu Neuartigkeit (500 Zeichen), technischer Unwägbarkeit (1.000 Zeichen), Zielen (1.500 Zeichen) und Arbeiten (1.000 Zeichen). Viele Unternehmer unterschätzen den Formulierungsaufwand und die Anforderungen der Gutachter.
Brauche ich zusätzlich zur IHK einen Berater für die Forschungszulage?
Nicht zwingend, aber empfehlenswert. Die Bewilligungsquote der BSFZ lag zuletzt bei rund 70%. Ein erfahrener Berater kennt die Prüfkriterien der Gutachter, formuliert die Antragstexte so, dass sie die drei BSFZ-Kriterien klar erfüllen, und beantwortet Rückfragen der Bescheinigungsstelle. Bei mir als Berater zahlst du 0 EUR upfront und 15% Erfolgshonorar nur bei Auszahlung.
Welche IHK ist für mich zuständig?
Die IHK-Zuständigkeit richtet sich nach deinem Betriebssitz. Auf ihk.de findest du über die Postleitzahlensuche deine zuständige Kammer. Als Selbständiger oder Freelancer bist du dort Mitglied, wo dein Gewerbe angemeldet ist.
Wie lange dauert der gesamte Antragsprozess von der IHK bis zur Auszahlung?
Realistisch 9 bis 12 Monate. 1 Monat Antragserstellung, 3 bis 6 Monate BSFZ-Bearbeitung (Sollvorgabe 3 Monate nach § 5 Abs. 3 FZulBV, in der Praxis oft länger), 2 bis 4 Monate Finanzamt-Bearbeitung. Rückwirkende Anträge für mehrere Jahre werden gebündelt ausgezahlt.
Was kostet eine professionelle Antragsbegleitung neben der kostenlosen IHK-Beratung?
Am Markt gibt es verschiedene Honorarmodelle: reine Erfolgshonorare (10% bis 20% der ausgezahlten Zulage), Mischmodelle (Upfront plus Erfolg) oder reine Stundensätze (150 bis 300 EUR/h). Details zu den Marktmodellen im Blog: Honorarmodelle im Vergleich. Ich arbeite mit 0 EUR Upfront und 15% Erfolgshonorar bei Erstaufträgen.
Kann die IHK meinen BSFZ-Antrag korrigieren?
Nein. Die IHK-Innovationsberater sind keine Antragstechnik-Spezialisten. Sie können den Entwurf eines BSFZ-Antrags lesen und grundsätzlich kommentieren, aber nicht inhaltlich prüfen oder korrigieren. Für die detaillierte Prüfung der Antragstexte auf die BSFZ-Kriterien brauchst du entweder eigene FZulG-Erfahrung oder einen spezialisierten Berater.
Gibt es IHK-Veranstaltungen zur Forschungszulage?
Ja, viele IHKs bieten regelmäßig Webinare, Informationsveranstaltungen und Workshops an. Oft in Kooperation mit der BSFZ. Termine findest du auf der Webseite deiner jeweiligen IHK. Besonders die großen Kammern (München, Stuttgart, Frankfurt, Köln) haben ein dichtes Angebot.
Welche Rechtsgrundlagen sind für die Forschungszulage relevant?
Die wichtigsten: § 1 Abs. 1 FZulG (Anspruchsberechtigung), § 2 FZulG (begünstigte Vorhaben), § 3 FZulG (Bemessungsgrundlage und Stundensätze), § 4 Abs. 1 FZulG (Fördersatz 25% bzw. 35% für KMU), § 9 Abs. 5 FZulG (beihilferechtliche Einordnung), BMF-Schreiben vom 07.02.2023 (IV C 3 - S 2020/22/10007:003), FZulBV (Verordnung), AGVO Art. 25 (EU-Rahmen für Forschungsbeihilfen). Die Reform 2026 wurde durch das Forschungszulagengesetz-Änderungsgesetz umgesetzt.

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