Forschungszulage Prototypenentwicklung: Dein Prototyp ist bares Geld wert

Ein Prototyp ist der Beweis, dass du etwas Neues geschaffen hast. Ob physisches Gerät, funktionale Software oder erprobtes Verfahren: Prototypenentwicklung ist der Kern jeder Forschung und Entwicklung. Und genau dafür gibt es die Forschungszulage. Jede Stunde, die du in den Bau, die Programmierung oder die Erprobung deines Prototyps investierst, kann dir bis zu 42 EUR zurückbringen.

Was zählt als Prototyp im Sinne der Forschungszulage?

Die BSFZ versteht unter einem Prototyp jede Erstversion einer neuartigen Lösung, die zur Erprobung und Validierung dient. Das muss kein poliertes Endprodukt sein. Im Gegenteil: Je experimenteller, desto überzeugender für die Gutachter. Denn genau das zeigt, dass echte Entwicklungsarbeit mit technischen Unwägbarkeiten stattgefunden hat.

Prototypen im Sinne der Forschungszulage können sein:

  • Hardware-Prototypen: Geräte, Werkzeuge, Vorrichtungen, Schaltungen, mechanische Konstruktionen
  • Software-Prototypen: Proof-of-Concept-Anwendungen, MVP mit eigener Kernlogik, Algorithmen-Implementierungen
  • Verfahrens-Prototypen: Neue Produktionsprozesse, Analysemethoden, Behandlungsverfahren im Pilotmaßstab
  • Hybrid-Prototypen: Embedded Systems, Roboter, Sensorgeräte (Kombination aus Hardware, Firmware und Software)

Welche Phasen sind förderfähig?

Nicht nur der Bau des Prototyps selbst zählt. Die gesamte Entwicklungskette ist FuE:

1. Konzeption und Entwurf

Technische Spezifikation, Schaltungsentwurf, Architekturdesign, Konstruktionszeichnungen, Materialauswahl

2. Bau und Implementierung

Aufbau der Hardware, Programmierung der Software, Zusammenbau, Verkabelung, Integration der Komponenten

3. Test und Validierung

Funktionstests, Messreihen, Belastungsproben, Performance-Messungen, Vergleich mit Anforderungen

4. Iteration und Optimierung

Fehleranalyse, Redesign, neue Versionen, Parameteroptimierung, Wiederholung der Tests

5. Dokumentation

Versuchsprotokolle, Messergebnisse, Konstruktionsänderungen, Erkenntnisse aus Fehlversuchen

Wichtig: Auch gescheiterte Prototypen sind förderfähig. Wenn dein erster Ansatz nicht funktioniert hat und du einen neuen entwickelst, zählen beide Iterationen als FuE. Die BSFZ belohnt den Entwicklungsprozess, nicht nur das Ergebnis.

Prototypen nach Branche

Software und IT

  • MVP mit eigenem Algorithmus oder KI-Modell
  • Proof-of-Concept für neue Architektur
  • Eigenes Framework oder Library

Mehr zu Software-FuE

Elektronik und Hardware

  • Eigenes PCB-Design mit Spezialfunktion
  • Sensormodul mit eigener Signalverarbeitung
  • Embedded System mit Eigenentwicklung

Mehr zu Elektronik-FuE

Handwerk und Maschinenbau

  • Eigene Vorrichtung oder Werkzeug
  • Prüfstand mit eigener Messlogik
  • Neuartige Konstruktion oder Verbindungstechnik

Mehr zu Handwerk-FuE

Rechenbeispiel: Hardware-Prototyp in drei Iterationen

Ein Ingenieur entwickelt einen Prototyp für ein tragbares Messgerät. Drei Iterationen: Erste Version funktioniert teilweise, zweite Version hat Probleme mit EMV, dritte Version erreicht die Spezifikation. Alle drei Iterationen sind FuE. 1.100 Stunden über 14 Monate.

FuE-Stunden (3 Iterationen) 1.100 h
Stundensatz + 20% Gemeinkosten 120 EUR/h
Bemessungsgrundlage 132.000 EUR
Forschungszulage (35%) 46.200 EUR

Berechnung ab 2026: 1.100 h x 100 EUR x 1,2 GK x 35% = 46.200 EUR. Der Förderrechner zeigt dir dein individuelles Potenzial.

Dokumentation: Was du als Nachweis brauchst

Die gute Nachricht: Du brauchst kein formales Laborjournal. Die BSFZ akzeptiert verschiedene Nachweisformen:

  • Fotos von Prototypen, Versuchsaufbauten, Messanordnungen
  • Git-Commits und Versionsverlauf bei Software-Prototypen
  • CAD-Dateien und PCB-Layouts in verschiedenen Revisionen
  • Messprotokolle und Testergebnisse
  • Bestellungen von Materialien und Komponenten
  • E-Mail-Korrespondenz mit Zulieferern oder Kooperationspartnern
  • Stundenzettel mit Tätigkeit, Datum und Dauer

Mehr zur FuE-Dokumentation für Freelancer findest du im Blog.

Mein Angebot für Prototypen-Entwickler

Ich verstehe den Unterschied zwischen einem Versuchsaufbau und einem Produkt. Zwischen einer Fehleranalyse und einer Routinewartung. Gemeinsam arbeiten wir heraus, wo dein Prototyp FuE ist, und bringen das so auf Papier, dass die BSFZ die Entwicklungsleistung erkennt.

Kosten: 0 EUR upfront. 15% der ausgezahlten Forschungszulage als Erfolgshonorar. Wird nichts ausgezahlt, zahlst du nichts.

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Häufig gestellte Fragen

Mein Prototyp hat nicht funktioniert. Zählt das trotzdem?
Ja. Gescheiterte Prototypen sind genauso förderfähig wie erfolgreiche. Die BSFZ fördert den Entwicklungsprozess, nicht das Ergebnis. Gerade das Scheitern zeigt, dass echte technische Unwägbarkeiten vorlagen. Dokumentiere, warum der Ansatz nicht funktioniert hat und was du daraus gelernt hast.
Ab wann wird ein Prototyp zum Produkt?
Die Grenze liegt dort, wo die Entwicklungsarbeit endet und die Produktion beginnt. Solange du noch testest, iterierst und verbesserst, bist du in der FuE-Phase. Sobald du den Prototyp in Serie fertigst oder auslieferst, endet die FuE. Die Grenze ist oft fließend, und ich helfe dir bei der korrekten Abgrenzung.
Kann ich einen Software-Prototyp (MVP) fördern lassen?
Ja, wenn das MVP eigene Algorithmen, Architekturen oder Logik enthält, die über Standard-Frameworks hinausgehen. Die reine Konfiguration eines bestehenden Tools ist keine FuE. Aber die Entwicklung einer eigenen Kernfunktion, bei der vorher unklar war, ob sie die Anforderungen erfüllt, schon.
Wie viele Prototypen-Iterationen sind förderfähig?
Alle. Es gibt keine Begrenzung der Iterationen. Jede Version, die du baust, testest und verwirfst oder verbesserst, erzeugt FuE-Stunden. Gerade die Iteration von Version 1 zu Version 3 zeigt den systematischen Entwicklungsprozess, den die BSFZ sehen will.
Ich habe den Prototyp in meiner Garage gebaut. Geht das?
Ja. Der Ort der Entwicklung spielt keine Rolle. Ob Garage, Werkstatt, Küchentisch oder Co-Working-Space: Entscheidend ist die technische Eigenleistung. Ein Prototyp aus der Garage kann genauso förderfähig sein wie einer aus einem Forschungslabor.
Zählen 3D-Druck-Stunden als FuE?
Das Drucken eines fertigen Designs ist Fertigung, nicht FuE. Aber die Entwicklung des Designs, die Optimierung der Druckparameter für ein neues Material oder die Konstruktion eines Bauteils, das nur über 3D-Druck realisierbar ist, kann FuE sein. Der Entwicklungsanteil ist entscheidend.
Kann ich rückwirkend einen Prototyp fördern lassen?
Ja. Rückwirkende Anträge sind bis zu vier Jahre möglich. Fotos, CAD-Dateien, Git-Commits, Bestellungen und Korrespondenz dienen als Nachweise. Je besser dokumentiert, desto einfacher der Antrag. Aber auch mit wenig Dokumentation lässt sich oft ein Antrag aufbauen.

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