Daten und Fakten

Forschung und Entwicklung in Deutschland: Zahlen, Daten, Förderung

Wo wird geforscht, wie viel wird investiert und was bedeutet das für dich als Selbständiger? Alle Daten auf einen Blick, von Destatis, Eurostat und der BSFZ.

132 Mrd. EUR

FuE-Ausgaben 2023

3,13 %

Anteil am BIP

824.396

FuE-Personal (VZA)

46.418

BSFZ-Anträge

Bundesländer-Ranking

FuE-Ausgaben nach Bundesland

Die 132 Mrd. EUR verteilen sich extrem ungleich. Baden-Württemberg allein gibt mehr für FuE aus als die meisten europäischen Länder. Zwischen dem Spitzenreiter und dem Schlusslicht liegt der Faktor 52.

1 Baden-Württemberg
5.71% BIP · 213.375 VZA
36,09 Mrd.
2 Bayern
3.41% BIP · 162.211 VZA
26,41 Mrd.
3 Nordrhein-Westfalen
2.28% BIP · 124.926 VZA
19,39 Mrd.
4 Hessen
3.01% BIP · 64.778 VZA
10,68 Mrd.
5 Niedersachsen
2.74% BIP · 65.844 VZA
10,10 Mrd.
6 Rheinland-Pfalz
3.56% BIP · 29.570 VZA
6,43 Mrd.
7 Berlin
3.07% BIP · 45.388 VZA
6,08 Mrd.
8 Hamburg
2.65% BIP · 23.938 VZA
4,07 Mrd.
9 Sachsen
2.26% BIP · 28.514 VZA
3,57 Mrd.
10 Thüringen
2.6% BIP · 13.557 VZA
1,99 Mrd.
11 Schleswig-Holstein
1.53% BIP · 12.750 VZA
1,87 Mrd.
12 Brandenburg
1.48% BIP · 11.326 VZA
1,43 Mrd.
13 Sachsen-Anhalt
1.44% BIP · 8.240 VZA
1,14 Mrd.
14 Bremen
2.84% BIP · 7.720 VZA
1,15 Mrd.
15 Mecklenburg-Vorpommern
1.37% BIP · 6.302 VZA
0,81 Mrd.
16 Saarland
1.64% BIP · 5.497 VZA
0,69 Mrd.

3%-Ziel der Bundesregierung: Nur 5 von 16 Bundesländern erreichen es. Baden-Württemberg liegt mit 5,71% weit vorn, Mecklenburg-Vorpommern mit 1,37% am Ende. Die Förderung über die Forschungszulage ist standortunabhängig und gilt in jedem Bundesland.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand 27. August 2025, Daten für 2023

Internationaler Vergleich

FuE-Intensität: Deutschland im Ländervergleich

Mit 3,13% liegt Deutschland über dem EU-Durchschnitt (2,26%), aber deutlich hinter Südkorea (4,94%) und Schweden (3,64%). Bei den absoluten Ausgaben ist Deutschland Platz 1 in der EU und Platz 4 weltweit.

KR Südkorea
4,94%
SE Schweden
3,64%
US USA
3,44%
JP Japan
3,44%
BE Belgien
3,24%
AT Österreich
3,22%
DE Deutschland
3,13%
CH Schweiz
3,10%
FI Finnland
3,09%
DK Dänemark
3,07%
NL Niederlande
2,30%
FR Frankreich
2,18%
EU-27 Durchschnitt: 2,26%

Quelle: Eurostat, Dataset rd_e_gerdtot, aktualisiert 18.03.2026, Daten für 2023

Zeitreihe 2013 bis 2023

10 Jahre Wachstum

Die FuE-Ausgaben steigen seit einem Jahrzehnt nahezu kontinuierlich. Der einzige Rückgang war 2020, bedingt durch Corona. Danach: Stärkeres Wachstum als zuvor.

+65,5% in 10 Jahren
70 80 90 100 110 120 130 140 Mrd. EUR 80 2013 84 2014 89 2015 92 2016 100 2017 105 2018 110 2019 107 2020 113 2021 121 2022 132 2023 Corona

Wirtschaftssektor

+68,8%

53,6 auf 90,4 Mrd. EUR

Hochschulen

+61,0%

14,3 auf 23,0 Mrd. EUR

Jährliche Wachstumsrate

5,2% CAGR

Über 10 Jahre

Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand 27. August 2025

BSFZ-Statistik

Forschungszulage in Zahlen

Seit September 2020 nimmt die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) Anträge entgegen. Die Zahlen bis Ende 2025 zeigen: Die Förderung ist längst in der Breite angekommen.

46.418

Anträge eingereicht

Sept. 2020 bis Dez. 2025

56.761

FuE-Vorhaben

~1,22 Vorhaben pro Antrag

~84%

Anteil KMU

Unter 250 Beschäftigte

42 EUR/h

Förderung pro Stunde

Ab 2026 (100 EUR x 1,2 x 35%)

Top-5 Branchen bei den BSFZ-Anträgen

1 IT-Dienstleistungen
2 Maschinenbau
3 Forschung und Entwicklung
4 Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten
5 Architektur- und Ingenieurbüros

Quelle: BSFZ, Quartalsstatistik Q4/2025, Stand 31.12.2025

Einordnung

Was bedeutet das für dich?

FuE passiert überall. In jedem Bundesland, in jeder Branche. Du musst nicht bei einem Konzern arbeiten oder an einer Uni forschen. Wenn du als Selbständiger neue Software entwickelst, ein technisches Verfahren verbesserst oder eine wissenschaftliche Methode weiterentwickelst, kann das förderfähige FuE sein.

Die Forschungszulage ist kein Nischenprogramm. 46.000 Anträge in fünf Jahren, Tendenz steigend. Die überwiegende Mehrheit kommt von KMU. Die Hürde ist niedriger, als die meisten denken.

Das Geld ist real. Bei 1.000 FuE-Stunden und dem aktuellen Fördersatz für KMU sind das 42.000 EUR pro Jahr, rückwirkend bis zu vier Jahre.

Rechenbeispiel

Eigene Entwicklungsstunden 1.000 h
Pauschaler Stundensatz (ab 2026) 100 EUR/h
Gemeinkostenzuschlag (20%) x 1,2
Bemessungsgrundlage 120.000 EUR
Forschungszulage (35%) 42.000 EUR

Berechnung: 1.000 h x 100 EUR x 1,2 GK x 35% = 42.000 EUR. Für Projekte vor 2026 gilt 70 EUR/h ohne GK-Zuschlag. Der Förderrechner zeigt dir dein individuelles Potenzial.

Häufige Fragen zu FuE in Deutschland

Wie viel gibt Deutschland für Forschung und Entwicklung aus?
Deutschland investierte 2023 rund 132 Milliarden EUR in FuE. Das entspricht 3,13% des Bruttoinlandsprodukts. Den größten Anteil trägt die Wirtschaft mit 92 Mrd. EUR.
Welches Bundesland forscht am meisten?
Baden-Württemberg führt mit 36 Mrd. EUR FuE-Ausgaben und einem BIP-Anteil von 5,71%. Es folgen Bayern (26 Mrd.) und Nordrhein-Westfalen (19 Mrd.).
Wie viele Anträge auf Forschungszulage gibt es?
Seit September 2020 wurden 46.418 Anträge bei der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) eingereicht. Rund 84% kommen von kleinen und mittleren Unternehmen.
Wie hoch ist die Forschungszulage pro Stunde?
Bei Projekten ab 2026 beträgt die effektive Förderung 42 EUR pro Stunde eigener Entwicklungsarbeit. Details im Förderrechner.

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Quellen und Methodik

FuE-Ausgaben und Personal nach Bundesland: Statistisches Bundesamt (Destatis), Stand 27. August 2025, Daten für das Berichtsjahr 2023. Darstellungseinheit ab 2023: Statistisches Unternehmen. Einschließlich nicht aufteilbarer Mittel.

Internationaler Vergleich: Eurostat, Dataset rd_e_gerdtot, aktualisiert am 18.03.2026, Daten für 2023. Werte in % des BIP (laufende Preise). Statushinweise: e = geschätzt, p = vorläufig.

BSFZ-Statistik: Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ), Quartalsstatistik Q4/2025, Erfassungszeitraum 16.09.2020 bis 31.12.2025.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag gibt eine allgemeine Orientierung. Er ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Ich bin weder Rechtsanwalt noch Steuerberater.