Unabhängiger Berater vs. große Kanzlei

Forschungszulage für Einzelunternehmer: Wann sich welcher Weg lohnt.

Wenn du als Freelancer oder Einzelunternehmer die Forschungszulage beantragen willst, stehst du vor der Frage: Gehe ich zu einer der großen Kanzleien (EY, PwC, KPMG, Deloitte) oder arbeite ich mit einem spezialisierten Einzelberater?

Die ehrliche Antwort: Es kommt auf deine Situation an. Hier ist der Vergleich.

Das grundlegende Problem: Mindestauftragswert

Große Kanzleien haben Mindestumsätze pro Kunde. Ein Einzelunternehmer mit 1.200 FuE-Stunden bringt eine Forschungszulage von ca. 50.400 EUR. Bei 15% Erfolgshonorar sind das ca. 7.500 EUR Beratungshonorar.

Für eine Kanzlei mit Stundensätzen von 250 bis 400 EUR pro Stunde deckt das kaum den internen Aufwand. Die Folge: Entweder bekommst du keinen Termin, oder du wirst ans Junior-Team delegiert.

Vergleich im Detail

Kriterium Große Kanzlei Spezialisierter Berater
Kosten 5.000 bis 15.000 EUR, oft mit Upfront 0 EUR Upfront, 15% Erfolgshonorar
Risiko Upfront-Gebühr verloren bei Ablehnung 0 EUR bei Ablehnung
Ansprechpartner Partner im Pitch, Junior in der Umsetzung Immer derselbe Berater
FuE-Ideen Standard-Fragebogen: "Haben Sie ein FuE-Projekt?" Aktive FuE-Identifikation in deiner Arbeit
Reaktionszeit Wochen bis zum Erstgespräch Tage bis zum Erstgespräch
Zielgruppe GmbH, AG, Konzerne (ab 50+ Mitarbeiter) Einzelunternehmer, Freelancer, GbR
Branchenverständnis Breit, aber generisch Tief, mit IT/Software-Schwerpunkt
Rückfragen BSFZ Extra berechnet oder im Paket (teuer) Im Erfolgshonorar enthalten

Wann eine große Kanzlei der bessere Weg ist

Ich bin ehrlich: Es gibt Situationen, in denen du bei einer Kanzlei besser aufgehoben bist.

  • Du bist eine GmbH oder AG mit 50+ Mitarbeitern und Millionen-FuE-Budget
  • Du brauchst internationale Beratung (mehrere Länder, Verrechnungspreise)
  • Du willst ein multidisziplinäres Team (Steuer + Recht + Technik in einer Hand)
  • Du legst Wert auf einen etablierten Brand-Namen gegenüber Gesellschaftern oder Investoren

Wann ein spezialisierter Berater der bessere Weg ist

  • Du bist Einzelunternehmer, Freelancer oder eine kleine Personengesellschaft
  • Dein FuE-Budget ist unter 500.000 EUR pro Jahr
  • Du willst kein Upfront-Risiko tragen
  • Du brauchst jemanden, der deine Arbeit versteht und FuE darin findet
  • Du willst schnelle Reaktionszeiten und einen festen Ansprechpartner

Der entscheidende Unterschied: FuE-Identifikation

Große Kanzleien arbeiten reaktiv: Sie nehmen deine Projektbeschreibung und prüfen, ob sie die BSFZ-Kriterien erfüllt. Wenn du "Nein, ich habe kein FuE-Projekt" sagst, ist der Fall erledigt.

Ich arbeite proaktiv: Im Erstgespräch frage ich nach deiner täglichen Arbeit. Woran arbeitest du? Was ist daran anders als das, was andere machen? Wo stößt du an Grenzen? Daraus entstehen FuE-Anträge, die kein Standard-Fragebogen findet.

Das ist der Grund, warum meine Kunden oft überrascht sind, wie viel Förderung in ihrer Arbeit steckt.

Fazit

Für Einzelunternehmer und Freelancer ist ein spezialisierter Berater in den meisten Fällen der bessere Weg: kein Upfront-Risiko, persönliche Betreuung, aktive FuE-Identifikation und Konditionen, die für kleine Aufträge funktionieren.

Wenn du wissen willst, ob und wie viel Förderung in deiner Arbeit steckt: Schreib mir auf WhatsApp. In 15 Minuten wissen wir mehr.

Häufige Fragen

Kann eine große Kanzlei meinen FZulG-Antrag besser stellen?
Bei Großunternehmen mit Millionen-FuE-Budgets ja. Bei Einzelunternehmen mit 800 bis 1.800 FuE-Stunden pro Jahr ist das Gegenteil der Fall: Der Partner delegiert an Junior-Mitarbeiter, die dein Geschäftsmodell nicht verstehen.
Was spricht für eine große Kanzlei?
Internationale Präsenz, multidisziplinäre Teams (Steuer + Recht + Technik), etablierte Prozesse und Brand-Vertrauen. Wenn du eine GmbH mit 50+ Mitarbeitern und Millionen-FuE-Budget bist, kann eine Kanzlei die richtige Wahl sein.
Warum sind große Kanzleien teurer?
Overhead: Büros, Partner-Gehälter, Junior-Teams, Compliance. Ein Solo-Berater hat 90%+ Marge, eine Kanzlei 30 bis 50%. Dieser Unterschied wird an den Kunden weitergegeben.
Was passiert, wenn mein Antrag abgelehnt wird?
Bei mir: Du zahlst nichts. 0 EUR Risiko. Bei vielen Kanzleien: Die Upfront-Gebühr ist verloren, unabhängig vom Ergebnis.
Kann ein Solo-Berater FuE-Ideen für mich entwickeln?
Genau das ist mein Alleinstellungsmerkmal. Große Kanzleien arbeiten mit Fragebögen. Ich arbeite mit Gesprächen und finde FuE in deiner Arbeit, die du selbst nicht als förderbar erkannt hast.
Wie schnell geht die Bearbeitung?
Bei mir: Erstgespräch innerhalb von Tagen, Antragsentwurf innerhalb von 2 Wochen. Bei Kanzleien: Oft Wartezeiten von mehreren Wochen allein für ein Erstgespräch.

Bereit, deine Förderung zu sichern?

Schreib mir auf WhatsApp oder per E-Mail. Ich melde mich persönlich.

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